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#ESIIF – avesco Financial Services AG https://www.avesco-test.de Finanzdienstleistung Berlin - Private Banking Berlin: Mon, 28 Mar 2022 13:41:55 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.29 https://www.avesco-test.de/wp-content/uploads/2018/12/cropped-Favicon-512x512-32x32.png #ESIIF – avesco Financial Services AG https://www.avesco-test.de 32 32 Impact Investing und SDGs: Die ökologische und soziale Wirkung von Investments in Verbindung mit den Sustainable Development Goals https://www.avesco-test.de/impact-investing-und-sdgs/ Fri, 11 Mar 2022 08:52:19 +0000 https://www.avesco-test.de/?p=3772 Das Jahr 2015: Die Weltgemeinschaft verabschiedet die Agenda 2030. Die Agenda 2030 ist ein ambitioniertes, globales Transformationsprogramm, das alle Staaten navigieren soll auf ihrem gemeinsamen Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung – auf ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Ebene. Das war auch die Geburtsstunde der SDGs (Sustainable Development Goals), die den Kern der Agenda 2030 bilden. In Kraft seit dem 1. Januar 2016 ist die Weltgemeinschaft angehalten, ihr Tun und Handeln im Sinne dieser 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung auszurichten, um allen Menschen auf der Welt ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen und die Welt für zukünftige Generationen als lebenswert zu bewahren.

Schaut man sich den Wirtschaftszweig Finanzsektor an, wird klar, auch hier besteht Handlungsbedarf. Gerade die Finanzbranche hat einen starken Hebel zur Hand, finanzielle Mittel in nachhaltige Lösungen zu lenken und somit einen spürbaren Beitrag zu leisten bei der Erreichung der 17 SDGs. Die Branche kommt nicht umhin, nachhaltige Finanzlösungen mehr und mehr in den Fokus zu rücken, um gesamtgesellschaftliche Herausforderungen zu meistern und Potenziale für kommende Generationen zu erhalten beziehungsweise zu schaffen.

Impact Investing, bei dem es zur Investmentstrategie gehört, eine soziale und / oder ökologische Wirkung zu erzielen, kann als einer der Hebel dienen, die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu erreichen. Der European Social Innovation and Impact Fund (ESIIF*) beispielsweise fördert soziales UnternehmerInnentum, das mit innovativen Lösungen zur Beseitigung gesellschaftlicher Probleme beiträgt.

Ein Blick auf die Unternehmen, die durch den ESIIF mitfinanziert werden, zeigt: Die Geschäftsmodelle zahlen auf die gesamte Bandbreite an SDGs ein; somit erstrecken sich die Geschäftsaktivitäten der Sozialunternehmen über die Bereiche

  • Gesundheit und Ernährung,
  • Bildung, Gleichheit und Frieden
  • Arbeit und Wohlstand sowie
  • Ökologie.
Abb. 1: Sozialunternehmen, die eine Finanzierung erhalten vom ESIIF und ihr Beitrag zur Erreichung der SDGs

 

Wie ein konkreter Beitrag aussieht, wie ein Unternehmen im Sinne der SDGs wirtschaften kann, wollen wir gerne an einem Beispiel zeigen: der AckerPause.

AckerPause: soziale Mission – Teamgeist säen

Den Teamgeist stärken, in unterschiedlichen Gruppen, indem man gemeinsam Pflanzen aussät und Gemüse erntet, ist das erklärte Ziel der AckerPause. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Berlin hat sich dem urbanen Gärtnern mit Mehrwert verschrieben.

Das Problem: Viele Menschen verbringen einen erheblichen Teil ihrer Zeit bei der Arbeit im Büro oder zumindest in geschlossenen Räumen. Ein durchschnittlicher Arbeitstag in Deutschland dauert acht Stunden plus Überstunden, in denen wir viel Sitzen, Konzentration und Fokus auf die Arbeit am Bildschirm richten oder in Meetings verbringen.

Der Lösungsansatz: Um dazu einen Ausgleich zu schaffen, hat AckerPause ein Office-Gardening-Konzept erstellt, das einzigartige Gemüseerlebnisse ins Büro bringt. Ob Indoor, Outdoor, Hochbeet oder Pflanzkästen, das Team von AckerPause unterstützt bei der Planung und Installation der unternehmensinternen Gemüsebeete. Das Konzept zielt ab auf die Bereiche Produktivität, Teamgeist und Gesundheit.

Produktivität
Nach Angaben von AckerPause haben Pflanzen im Büro einen Einfluss auf das Wohlbefinden; Personen, die in Büroräumen sitzen, umgeben von Pflanzen, sind produktiver, gesünder und kreativer. Zusätzlich senken Pflanzen den Druck und Stress.

Teamgeist
Gemeinsam im Team gärtnern, fördert die sozialen Kontakte und kann die Zusammenarbeit innerhalb von Gruppen und Organisationen verbessern.

Gesundheit
Mit seinen Aktivitäten rund ums Gärtnern bringt AckerPause Bewegung und körperliche Tätigkeiten in den Büroalltag. Mit einem Projekt wie Office-Gardening können Unternehmen in die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden investieren. Unternehmen, die gesunde Arbeitsplätze und Strukturen schaffen, sind laut Angaben von AckerPause weniger von Krankschreibungen, Arbeitsausfällen und innerer Kündigung betroffen.

Proof of Concept: AckerPause ist ein Angebot des Vereins Acker. Dieser hat sich bis dato auf ein Bildungsprogramm für den Gemüseanbau in Schulen und Kitas konzentriert, um Kindern und Jugendlichen mehr Wertschätzung für Lebensmittel zu vermitteln. Mehr als 5 Jahre praktische Erfahrung des Vereins mit aktuell über 250 Standorten in 15 Bundesländern sowie ein bundesweites Netzwerk von gärtnerischen Fachkräften stellen einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil dar.

An dieser Stelle richten wir auch gerne einen Blick darauf, auf welche Sustainable Development Goals (SDGs) das Unternehmen einzahlt. AckerPause adressiert zwei der insgesamt 17 SDGs.

Quelle: avesco AG

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Titelbild: AckerCompany GmbH

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Bei dieser Marketingmitteilung handelt es sich nicht um eine Empfehlung zum Kauf bzw. zur Zeichnung von Kommanditanteilen an der European Social Innovation and Impact Fund GmbH & Co. KG („ESIIF GmbH & Co. KG“), die ein geschlossener Spezial-AIF nach § 2 Abs. 4 des Kapitalanlagengesetzbuches („KAGB“) ist. Sie ist auch weder ein Verkaufsprospekt noch eine Aufforderung zum Kauf. Potentielle Anleger sollten den Gesellschaftsvertrag und das Muster der Beitrittsvereinbarung sowie ergänzend das Private Placement Memorandum („PPM“) lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um die Beteiligungsmöglichkeit und die damit verbundenen potenziellen Chancen und Risiken vollständig zu verstehen. Alle Angaben in dieser Marketingmitteilung stammen mit Ausnahme der separat gekennzeichneten Quellenangaben von der ESIIF GmbH & Co. KG und beruhen auf eigener Ausarbeitung. Die unverbindlichen Angaben zur Beteiligung ESIIF GmbH & Co. KG sind verkürzt dargestellt und stellen kein öffentliches Angebot dar. Die Investmentmöglichkeit richtet sich ausschließlich an professionelle und semi-professionelle Anleger gemäß § 1 (19) Nr. 32 und 33 KAGB mit Sitz in Deutschland. Potentielle Anleger sollten vor einer Beteiligung in jedem Fall eine eigene steuerliche und rechtliche Beratung durch fachkundige Dritte einholen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich bei der vorliegenden Marketingmitteilung um die werbliche Kurzinformation zu einer Anlagemöglichkeit in eine unternehmerische Beteiligung handelt. Einzelheiten zu dieser Investitionsmöglichkeit entnehmen Sie bitte dem Gesellschaftsvertrag, dem Muster der Beitrittsvereinbarung und dem PPM, die unter anderem bei der avesco Management GmbH, Mohrenstraße 34 in 10117 Berlin und bei der Finanzierungsagentur für Social Entrepreneurship GmbH („FASE“), Prinzregentenplatz 10 in 81675 München erhältlich sind. Stand: August 2021

 

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Nachhaltige Fonds: Ökologie, Ökonomie, Soziales – plus Impact https://www.avesco-test.de/nachhaltige-fonds-oekologie-oekonomie-soziales-plus-impact/ Thu, 03 Feb 2022 08:44:25 +0000 https://www.avesco-test.de/?p=3697 Nachhaltige Fonds werden im Allgemeinen mit Investitionen in Klima- und Umweltschutz assoziiert. Erneuerbare Energien wie Solarkraft und Windkraft fallen den meisten von uns dabei wahrscheinlich als erstes ein. Als zweites taucht der Begriff „nachhaltiger Fonds“ mittlerweile auch immer mehr im Zusammenhang mit ethischen Werten auf. Nachhaltige Fonds investieren hinsichtlich ethischer Kriterien zum Beispiel nicht in Unternehmen, die Kinderarbeit tolerieren oder Unternehmen, die Geld mit Rüstungsgeschäften verdienen.

Nachhaltig im eigentlichen Wortsinn bedeutet „sich auf längere Zeit stark auswirkend“ (Duden). Wie wäre es also, wenn man den beiden eingangs erwähnten Dimensionen von Nachhaltigkeit, noch eine dritte hinzufügt? Etwa die Dimension von Impact. Betrachtet man nachhaltige Fonds vor dem Hintergrund des Impact-Gedankens, ergibt sich daraus die Idee des Impact Investing. Beim Impact Investing soll neben einer finanziellen Rendite auch eine messbare, positive, gesellschaftliche Wirkung erzielt werden. Eine noch recht junge Anlagephilosophie in Deutschland. Dennoch, weltweit steigen die Volumina an, die in Impact Investments fließen, wodurch drängende soziale und ökologische Lösungen adressiert werden können.

Ein Segment innerhalb des Impact Investing zielt auf die Finanzierung frühphasiger Sozialunternehmen ab. Diese Unternehmen stellen soziale und / oder ökologische Probleme in den Mittelpunkt ihrer Geschäftstätigkeit und versuchen diese mit innovativen Geschäftsmodellen zu lösen. Sozialunternehmen schaffen dort nachhaltige Lösungen, wo bisher weder der Wohlfahrtsstaat noch die freie Wirtschaft Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit gefunden haben.

Damit Sozialunternehmen mit dem nötigen Kapital versorgt werden, wurde der European Social Innovation and Impact Fund (ESIIF*) aufgelegt. InvestorInnen können sich mit dem ESIIF an einem diversifizierten Portfolio von Sozialunternehmen beteiligen, damit diese ihre erfolgreich getesteten Geschäftsmodelle ausweiten können und so noch mehr Menschen mit ihren wirkungsorientierten Lösungen erreichen.

In welche Sozialunternehmen und innovative unternehmerische Lösungen der ESIIF investiert, erklären wir am besten an einem konkreten Beispiel – diesmal anhand des Unternehmen APOPO.

APOPO: soziale Mission mit tierischer Unterstützung

Das belgische Unternehmen APOPO hat es sich zur Aufgabe gemacht, ehemalige Krisengebiete von Landminen zu befreien, um somit für bessere Gesundheit und Entwicklungsmöglichkeiten in diesen Regionen zu sorgen.

Das Problem: Auch heute noch liegen in rund 60 Ländern explosive Kriegsreste brach. Gefährliche Landminen und Streubomben verursachen somit tragische Unfälle und Verletzungen oder führen zum Tod. Über 60 Millionen Menschen müssen in täglicher Angst leben, verletzt oder getötet zu werden. Zusätzlich erschweren die Überbleibsel einstiger Konflikte die ökonomische Entwicklung dieser Länder, da produktive Flächen nicht genutzt werden können von den Gemeinden und Menschen. Die derzeitigen Methoden der Minenräumung erweisen sich bisher als ineffizient und teuer; die Arbeit ist intensiv, schwierig und gefährlich. Hier kommt das Sozialunternehmen APOPO ins Spiel.

Der Lösungsansatz: APOPO hat eine Methode entwickelt, Minen mithilfe speziell trainierter Ratten und Hunde aufzuspüren. Diese liebevoll getauften HeroRATs und HeroDOGs sind mit einem GPS-gesteuerten Such- und Kommunikationssystem ausgestattet, das eine effiziente Überwachung und Aufzeichnung ermöglicht; dadurch können auch invasive Maßnahmen wie etwa das Beseitigen der Vegetation reduziert werden bzw. komplett vermieden werden.

APOPO (www.apopo.org)

 

Proof of Concept: Bisher haben die Maßnahmen von APOPO 100.000 betroffene Menschen in Kambodscha und dem Südsudan erreicht. Das Unternehmen hat damit erfolgreich demonstriert, dass die Lösung zu fast 100 % effektiver ist als andere vergleichbare Ansätze. Auch die Vereinten Nationen haben das Konzept von APOPO als Standard akzeptiert.

Ausblick: Bis zum Jahr 2025 will APOPO mit seinen HeroRATs und HeroDogs bis zu 51 Quadratkilometer Fläche von Landminen und Streubomben räumen und damit das Leben von knapp 1,4 Millionen Menschen deutlich verbessern.

APOPOS HeroRATS haben es übrigens auch zu einiger Berühmtheit geschafft. Der erfolgreichste kleine Held, Magawa, hat im Laufe seiner Karriere über 100 Landminen und andere Sprengstoffe gefunden. Für seinen Einsatz und seine Tapferkeit hat Magawa sogar eine Goldmedaille erhalten. Im Januar dieses Jahres ist Magawa im hohen Alter von acht Jahren verstorben.

An dieser Stelle richten wir auch gerne einen Blick darauf, auf welche Sustainable Development Goals (SDGs) das Unternehmen einzahlt. APOPO adressiert vier der insgesamt 17 SDGs.

avesco AG

 

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Bei dieser Marketingmitteilung handelt es sich nicht um eine Empfehlung zum Kauf bzw. zur Zeichnung von Kommanditanteilen an der European Social Innovation and Impact Fund GmbH & Co. KG („ESIIF GmbH & Co. KG“), die ein geschlossener Spezial-AIF nach § 2 Abs. 4 des Kapitalanlagengesetzbuches („KAGB“) ist. Sie ist auch weder ein Verkaufsprospekt noch eine Aufforderung zum Kauf. Potentielle Anleger sollten den Gesellschaftsvertrag und das Muster der Beitrittsvereinbarung sowie ergänzend das Private Placement Memorandum („PPM“) lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um die Beteiligungsmöglichkeit und die damit verbundenen potenziellen Chancen und Risiken vollständig zu verstehen. Alle Angaben in dieser Marketingmitteilung stammen mit Ausnahme der separat gekennzeichneten Quellenangaben von der ESIIF GmbH & Co. KG und beruhen auf eigener Ausarbeitung. Die unverbindlichen Angaben zur Beteiligung ESIIF GmbH & Co. KG sind verkürzt dargestellt und stellen kein öffentliches Angebot dar. Die Investmentmöglichkeit richtet sich ausschließlich an professionelle und semi-professionelle Anleger gemäß § 1 (19) Nr. 32 und 33 KAGB mit Sitz in Deutschland. Potentielle Anleger sollten vor einer Beteiligung in jedem Fall eine eigene steuerliche und rechtliche Beratung durch fachkundige Dritte einholen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich bei der vorliegenden Marketingmitteilung um die werbliche Kurzinformation zu einer Anlagemöglichkeit in eine unternehmerische Beteiligung handelt. Einzelheiten zu dieser Investitionsmöglichkeit entnehmen Sie bitte dem Gesellschaftsvertrag, dem Muster der Beitrittsvereinbarung und dem PPM, die unter anderem bei der avesco Management GmbH, Mohrenstraße 34 in 10117 Berlin und bei der Finanzierungsagentur für Social Entrepreneurship GmbH („FASE“), Prinzregentenplatz 10 in 81675 München erhältlich sind. Stand: August 2021

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Wirkungsvoll investieren – in frühphasige Sozialunternehmen mit Impact Investing https://www.avesco-test.de/wirkungsvoll-investieren-in-fruehphasige-sozialunternehmen-mit-impact-investing/ Wed, 05 Jan 2022 13:25:11 +0000 https://www.avesco-test.de/?p=3644 Mit einer Investition wird früher oder später die Ausschüttung einer wirtschaftlichen Rendite verbunden – so traditionelle Denkmuster beim Thema Investments. Dass es aber weit wirkungsvollere Arten gibt, Geld zu investieren, zeigen relativ neue Investitionsmodelle  wie das Impact Investing. Beim Impact Investing soll neben der finanziellen Rendite auch eine messbare soziale und / oder ökologische Wirkung erzielt werden.

Hinter der Idee des Impact Investing steht unter anderem der Gedanke, dass wir uns drängenden sozialen und ökologischen Herausforderungen gegenübersehen. Um diese Probleme zu lösen, braucht es auf der einen Seite Unternehmen mit innovativen unternehmerischen Lösungsansätzen – sogenannte Sozialunternehmen. Sozialunternehmen zeichnen sich aus durch:

  • Eine gesellschaftliche Wirkung: Sozialunternehmen zeigen, dass es keine Utopie bleiben muss, soziale und ökologische Herausforderungen unternehmerisch zu lösen.
  • Innovationskraft: Sozialunternehmen entwickeln und implementieren neue Lösungen und liefern damit wertvolle Impulse für wichtige gesellschaftliche Veränderungen.
  • Nachhaltiges Wirtschaften: Sozialunternehmen gehen verantwortungsvoll mit ihren Ressourcen um. Mit ihrem Angebot an sozialen und ökologischen Innovationen, schaffen sie neue Märkte, lösen gesellschaftliche Probleme und lassen wirtschaftliche Nachhaltigkeit erwarten.

Auf der anderen Seite braucht es ebenso Impact InvestorInnen, die ihr Geld wirkungsvoll investieren wollen: Menschen, die ihre finanziellen Mittel zur Sicherung der Umwelt und der Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen einsetzen wollen. In Deutschland ist der Markt für Impact Investing in Sozialunternehmen noch sehr klein. Oftmals finden Sozialunternehmen und Impact InvestorInnen genau deshalb nicht zusammen.

Abhilfe will hier der European Social Innovation and Impact Fund (ESIIF*) schaffen. Der Fonds hat sich das Thema „wirkungsvoll investieren“ zur Mission gemacht. Kernstrategie ist es, in frühphasige Sozialunternehmen zu investieren, die eine positive gesellschaftliche Wirkung erzielen, z. B. in den Bereichen Bildung, Gleichberechtigung und Chancengleichheit oder im Bereich Umwelt.

Wie genau mit dem ESIIF wirkungsvoll investiert werden kann, zeigt am besten ein konkretes Beispiel. Der Fonds investiert unter anderem in das Unternehmen SCOPEinsight mit Hauptsitz in den Niederlanden.

SCOPEinsight: soziale Mission und nachhaltiger Mehrwert

Das Unternehmen hilft Landwirtschaftsbetrieben in Entwicklungsländern bei der Professionalisierung, um den Betrieben finanziell nachhaltige Perspektiven zu bieten.

Das Problem: In ländlichen Regionen kommt den landwirtschaftlichen Betrieben eine zentrale Rolle zu bei der Produktion und Verteilung von Lebensmitteln. Allerdings ist der Agrar-Sektor als Ganzes noch zu unterentwickelt hinsichtlich Professionalität und Ressourcen; damit ist es schlichtweg nicht möglich, wirtschaftlich zu arbeiten und Kooperativen, Gewerkschaften, Kleinstbetriebe und andere landwirtschaftliche Organisationen finanziell nachhaltig zu führen.

Der Lösungsansatz: SCOPEinsight hat einen markt- und datenbasierten Standard entwickelt, der die Professionalität landwirtschaftlicher Betriebe analysiert und fördert; außerdem werden die Bedingungen dafür geschaffen, dass die Betriebe Zugang zu wichtigen Ressourcen und Marktpotenzialen bekommen. Mit eigens entwickelten Tools und erprobten Methodiken können die wirtschaftlichen Kompetenzen der Betriebe analysiert werden sowie ausgebaut.

Die gesammelten Daten stellen dabei eine nützliche Informationsquelle dar, die es so vorher nicht gab. Zentrale StakeholderInnen im Bereich Landwirtschaft wie etwa Spenden- und Förderorganisationen oder Finanzinstitute haben jetzt Daten zur Hand, die es ermöglichen, die Risiken entlang der Wertschöpfungskette zu reduzieren, informierte Entscheidungen zu treffen, effizienter zu werden und ihre Erlöse zu steigern.

Foto: SCOPEinsight (scopeinsight.com)


Nachhaltiger Mehrwert:
Das Geschäftsmodell von SCOPEinsight treibt zum einen den Fortschritt der landwirtschaftlichen Betriebe selbst voran und zum anderen sorgt es dafür, dass die Interessen anderer wichtiger Beteiligter in der Wertschöpfungskette erfüllt werden und so ein Mehrwert entsteht auf beiden Seiten.

In Zahlen: Bis dato konnte SCOPEinsight über 14 Millionen BäuerInnen über die Analyse von mehr als 4.000 landwirtschaftlichen Betrieben erreichen. Das Sozialunternehmen betreibt jetzt den Ausbau seiner erprobten Kombination aus Daten, Netzwerken, Tools und Systemen.

An dieser Stelle richten wir auch gerne einen Blick darauf, auf welche Sustainable Development Goals (SDGs) das Unternehmen einzahlt. SCOPEinsight adressiert vier der insgesamt 17 SDGs.

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Bei dieser Marketingmitteilung handelt es sich nicht um eine Empfehlung zum Kauf bzw. zur Zeichnung von Kommanditanteilen an der European Social Innovation and Impact Fund GmbH & Co. KG („ESIIF GmbH & Co. KG“), die ein geschlossener Spezial-AIF nach § 2 Abs. 4 des Kapitalanlagengesetzbuches („KAGB“) ist. Sie ist auch weder ein Verkaufsprospekt noch eine Aufforderung zum Kauf. Potentielle Anleger sollten den Gesellschaftsvertrag und das Muster der Beitrittsvereinbarung sowie ergänzend das Private Placement Memorandum („PPM“) lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um die Beteiligungsmöglichkeit und die damit verbundenen potenziellen Chancen und Risiken vollständig zu verstehen. Alle Angaben in dieser Marketingmitteilung stammen mit Ausnahme der separat gekennzeichneten Quellenangaben von der ESIIF GmbH & Co. KG und beruhen auf eigener Ausarbeitung. Die unverbindlichen Angaben zur Beteiligung ESIIF GmbH & Co. KG sind verkürzt dargestellt und stellen kein öffentliches Angebot dar. Die Investmentmöglichkeit richtet sich ausschließlich an professionelle und semi-professionelle Anleger gemäß § 1 (19) Nr. 32 und 33 KAGB mit Sitz in Deutschland. Potentielle Anleger sollten vor einer Beteiligung in jedem Fall eine eigene steuerliche und rechtliche Beratung durch fachkundige Dritte einholen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich bei der vorliegenden Marketingmitteilung um die werbliche Kurzinformation zu einer Anlagemöglichkeit in eine unternehmerische Beteiligung handelt. Einzelheiten zu dieser Investitionsmöglichkeit entnehmen Sie bitte dem Gesellschaftsvertrag, dem Muster der Beitrittsvereinbarung und dem PPM, die unter anderem bei der avesco Management GmbH, Mohrenstraße 34 in 10117 Berlin und bei der Finanzierungsagentur für Social Entrepreneurship GmbH („FASE“), Prinzregentenplatz 10 in 81675 München erhältlich sind. Stand: August 2021

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Mit Geld Gutes tun – Impact Investing setzt auf Transparenz https://www.avesco-test.de/mit-geld-gutes-tun-impact-investing-setzt-auf-transparenz/ Wed, 08 Dec 2021 11:53:08 +0000 https://www.avesco-test.de/?p=3600 Mit Geld Gutes tun – zu allererst fällt den meisten von uns dabei wahrscheinlich die Option ein etwas zu spenden. Sicherlich ist dies eine Möglichkeit, in der Welt etwas Gutes zu tun. Allerdings ist es nicht immer ganz einfach nachzuvollziehen, ob das gespendete Geld auch da ankommt, wo es ankommen soll. Doch wenn wir schon einen Teil unseres Geldes für gute und nachhaltige Zwecke investieren, wollen wir auch sicher sein, dass es zu 100 Prozent in das unterstützte Projekt fließt, schließlich wollen wir eine Wirkung erreichen. Das Zauberwort lautet hier: Transparenz.

Transparenz ist der Schlüssel, um Menschen, die ihr Geld für einen guten und nachhaltigen Zweck investieren möchten, für eine Idee zu gewinnen – egal ob es um Entwicklungshilfe, Tier- oder Umweltschutz geht. Gerade InvestorInnen, die mit ihrem Investment auch einen gesellschaftlichen Impact erzielen wollen, prüfen ganz genau nach, ob die Nachhaltigkeitsleistung eines Unternehmens bzw. Projekts hält, was sie verspricht; sie screenen Nachhaltigkeitsberichte und sind immer mehr in der Lage Greenwashing [1] oder Bluewashing [2] zu enttarnen. Hier kommt das sogenannte Impact Investing ins Spiel. Laut Gabler Wirtschaftslexikon ist Impact Investing unter anderem zu verstehen als Instrument, das die Lücke schließt zwischen renditeorientierten Investitionen und Spenden für soziale Zwecke:

„Unter Impact Investing (dt. Wirkungsorientiertes Investieren) versteht man Investitionen in Unternehmen, Organisationen und Fonds, mit der gezielten Absicht, neben einer positiven finanziellen Rendite messbare, positive Auswirkungen auf die Umwelt oder die Gesellschaft zu erzielen. Die soziale bzw. ökologische Wirkung ist Teil der Investmentstrategie und wird gemessen. Damit unterscheidet sich Impact Investing sowohl von klassischen, rein renditegetriebenen Anlagen als auch von Spenden, d.h. Impact Investing schließt die Lücke zwischen renditeorientierten Investitionen und Spenden für soziale Zwecke.“ [3]

Auch Carsten Kuschnerus, Fondsmanager des ESIIF, unterstreicht den Value von Impact Investing, wenn es um soziale Investitionen:

Dass per Definition der Impact eines Investments aufgezeigt werden muss, beantwortet die Frage nach der Transparenz beim Impact Investing. Es ist leider ein weit verbreitetes Vorurteil, dass Impact niemals messbar sei. Wie genau Impact gemessen werden kann, haben wir in unserem Blog-Artikel „Gibt es eben doch: Methoden zur Impact Messung“ bereits ausführlich beschrieben. InvestorInnen liegt demnach eine messbare Kenngröße für ihr investiertes Geld vor. Sie erhalten transparent Einblick, was ihr Investment konkret bewirkt, ergo auch darüber, was Gutes getan wird mit ihrem Geld. Auch der European Social Innovation and Impact Fund, kurz ESIIF, hat das Thema Transparenz in seiner Investmentstrategie verankert.

Transparenz im European Social Innovation and Impact Fund

Um Impact Investing für InvestorInnen greifbar zu machen, setzt der ESIIF auf ein hohes Maß an Transparenz. Hier ein paar allgemeine Fakten zum Fonds:

  • Der ESIIF ist ein geschlossener Spezial AIF.
  • Er richtet sich an professionelle und semi-professionelle, wirkungsorientierte AnlegerInnen.
  • Der Fonds investiert in ein diversifiziertes Portfolio von ca. 60 Sozialunternehmen.
  • Investiert wird in Form von Mezzanine-Kapital (Nachrangdarlehen).
  • Ziel des ESIIF ist es, in wirkungsstarke Geschäftsmodelle zu investieren, die zur Lösung sozialer und ökologischer Probleme beitragen.
  • Alle Zielunternehmen haben ihr Geschäftsmodell bereits erfolgreich getestet.
  • Sitz der Zielunternehmen ist die EU.
  • InvestorInnen erhalten durch die EaSI-Bürgschaft des European Investment Fund (EIF) eine Teilabsicherung ihres Geldes. Der ESIIF ist der erste Fonds, der dieses EU-Programm in Deutschland mit Blick auf die Finanzierung von Sozialunternehmen einsetzt.

Wie sieht es nun aber mit der Transparenz aus für InvestorInnen hinsichtlich der einzelnen Sozialunternehmen, in die der Fonds investiert? Die Impact-Messung beim ESIIF erfolgt anhand des iooi-Models (Abb. 1)

Abb. 1: Das iooi-Modell übernommen aus dem Blog-Artikel „Gibt es eben doch: Methoden zur Impact Messung“.

Sozialunternehmen im ESIIF – ein Beispiel

Auch die ausgewählten Sozialunternehmen im ESIIF bleiben keine Blackbox. InvestorInnen erhalten ausführliche Informationen zu den Geschäftsmodellen und sozialen und / oder ökologischen Zielen der Unternehmen. Die Unternehmen legen im Rahmen von Wirkungsberichten ihre „Theory of Change“ vor – mit den zugehörigen Impact-Kennzahlen. So können im regelmäßigen Austausch gemeinsame Werte kommuniziert und transparent gemacht werden.

aQysta – bezahlbare Bewässerungsanlagen für Gemeinschaften in Entwicklungsländern

Das Unternehmen aQysta ist entstanden als Spin-Off an der Universität von Delft und hat bereits mehrere Innovationspreise gewonnen. Durch eine mehrfach prämierte Hydro-Pumpe ermöglicht aQysta einen bezahlbaren Zugang zu Bewässerungsquellen für Kleinstbauern und -bäuerinnen in ländlichen Gegenden. Warum ist das notwendig? Wasser ist eine entscheidende Ressource um die Existenzgrundlage und Ernährung von mehr als 80 Prozent der Bevölkerung in Entwicklungsländern zu sichern. Die Nahrungsmittelproduktion ist jedoch durch einen mangelnden Bewässerungszugang kleinerer landwirtschaftlicher Betriebe in Gefahr – sogar in Gebieten mit nahegelegenen natürlichen Wasserquellen. Hier kommen die Hydro-Pumpen von aQysta ins Spiel: Indem sie sich die Energie fließender Gewässer zunutze machen, befördern die Pumpen permanent Wasser aus Flüssen und Kanälen, ohne dafür Elektrizität oder fossile Brennstoffe zu benötigen. Dadurch entsteht eine emissionsfreie, nahezu kostenfreie und wartungsarme Lösung. Das Angebot von aQysta ermöglicht den Bauern und Bäuerinnen nicht nur, ihre Bewässerungskosten deutlich zu reduzieren, sondern verringert auch den CO2-Ausstoß traditioneller Diesel-betriebener Pumpen, welche weltweit die Wasserknappheit weiter vorantreiben würden. aQysta hat es sich zum Ziel gesetzt, durch seine Produkte zu einem höheren Einkommen und einer gesteigerten Lebensmittelproduktion für Hundertausende von FarmerInnen beizutragen.

An dieser Stelle richten wir auch gerne einen Blick darauf, auf welche Sustainable Development Goals (SDGs) das Unternehmen einzahlt. aQysta adressiert vier der insgesamt 17 SDGs.

Ziel 2: Beendigung des Hungers, Gewährleistung von Ernährungssicherheit und verbesserter Ernährung sowie Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft
Ziel 8: Förderung von dauerhaftem, integrativem und nachhaltigem Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdiger Arbeit für alle
Ziel 9: Aufbau einer widerstandsfähigen Infrastruktur, Förderung einer integrativen und nachhaltigen Industrialisierung und Unterstützung von Innovationen
Ziel 13: Ergreifung von Sofortmaßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen

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Quellen:

[1] Greenwashing bezeichnet den Versuch von Organisationen, durch Kommunikation, Marketing und Einzelmaßnahmen ein „grünes Image“ zu erlangen, ohne entsprechende Maßnahmen im operativen Geschäft systematisch verankert zu haben. Bezog sich der Begriff ursprünglich auf eine suggerierte Umweltfreundlichkeit, findet dieser mittlerweile auch für suggerierte Unternehmensverantwortung Verwendung. Lin-Hi, Nick Gabler (2021): „Greenwashing“ in Gabler Wirtschaftslexikon, https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/greenwashing-51592 (abgerufen am 04.12.2021)

[2] Bluewashing ist eine Marketingstrategie, mit denen Unternehmen ihr Image reinwaschen wollen. Sie werben mit vermeintlich ethischen und sozialen Kampagnen und Botschaften – doch meist sind das nur leere Worte. Reketat, Annika (2020): „Bluewashing: Definition und Unterschied zu Greenwashing„ in: Utopia.de, https://utopia.de/ratgeber/bluewashing-definition-und-unterschied-zu-greenwashing/ (abgerufen am 04.12.2021)

[3] Haberstock, Philipp (2021): „Impact Investing“ in Gabler Wirtschaftslexikon, https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/impact-investing-120058 (abgerufen am 04.12.2021)

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Gibt es eben doch: Methoden zur Impact Messung https://www.avesco-test.de/gibt-es-eben-doch-methoden-zur-impact-messung/ Wed, 03 Nov 2021 09:00:50 +0000 https://www.avesco-test.de/?p=3512 Impact Investing als Sparte der nachhaltigen Geldanlagen konnte dem Marktbericht des Forums für nachhaltige Geldanlagen (FNG) zwischen 2019 und 2020 ein Wachstum von 104 % aufweisen. Erst vor kurzem haben wir an anderer Stelle ausführlich über das Phänomen des Impact Investings berichtet. Eine Frage bleibt jedoch noch, wie funktioniert die Impact Messung? Denn obwohl Impact Investing noch das kleinste Marktvolumen der nachhaltigen Geldanlagen innehat, handelt es sich um ein zukunftsrelevantes Geschäftsfeld mit großem Wachstumspotential, welchess transparenter werden muss. Insbesondere für das Erreichen des Pariser Klimaabkommens oder der „Sustainable Development Goals“ der UN kann Impact Investing vieles leisten, so Thomas Vellacott in einem Artikel für das Schweizer Blatt „Volkswirtschaft“.

Für das Erreichen dieser Ziele mangelt es jedoch oftmals noch an interessierten InvestorInnen. Besonders wichtig ist es dabei bestehende Informationsasymmetrien zu beseitigen und dadurch die Transparenz der Geschäftstätigkeiten von Sozial- bzw. Impactunternehmen zu erhöhen. Dazu kann insbesondere die Impact Messung beitragen, die es Impact InvestorInnen ermöglicht, Einblicke in die Unternehmensziele und handfeste Fakten über deren Umsetzung zu bekommen. Allerdings stieß die Impact Messung aufgrund nicht einheitlicher Regelungen in der Vergangenheit auf vielfältige Kritik. In diesem Artikel möchten wir daher auf die existierenden Methoden zur Impact Messung eingehen. Dies möchten wir an einem Investitionsbeispiel und einem unterstützten Sozialunternehmen verdeutlichen.

Warum Impact Messung?

Wie schon angesprochen, wurde in der Vergangenheit häufig kritisiert, dass es keine einheitlichen Kriterien zur Impact Messung gibt. Oftmals wurde sogar schon behauptet, dass die Wirkung, die InvestorInnen mit ihrem Investment tätigen, überhaupt nicht messbar ist.

Hierbei muss zwischen zwei Ebenen der Impact Messung unterschieden werden. Einerseits geht es um den Impact, den die Investition hat und andererseits geht es um den Impact, den das Zielunternehmen mit seinen Tätigkeiten hat. Insbesondere dieser zweitere Impact ist für InvestorInnen von großer Bedeutung. Denn Sozialunternehmen verfolgen oftmals mehrere Ziele. Einmal soll durch wirtschaftliche Tätigkeiten das Bestehen des Unternehmens gesichert werden. Auf der anderen Seite wird jedoch ein übergeordnetes, meist soziales Ziel verfolgt, welches einen gesamtgesellschaftlichen Nutzen erreichen soll.[1] Da klassische Unternehmen lediglich profitorientiert sind, sind diese für InvestorInnen leichter zu bewerten. Die sozialen Ziele von Sozialunternehmen sind meist schwerer zu verstehen. Daher ist es besonders wichtig den Impact dieser Unternehmen messbar zu machen.

Wie wird Impact Messung definiert?

Über die Definition von Impact herrscht noch eine relativ große Übereinstimmung. So schreibt das „Impact Management Project“ dazu:

„Impact is a change in an outcome caused by an organisation. An impact can be positive or negative, intended or unintended.“

Damit wird der Impact-Begriff erst einmal sehr weit gefasst. Unter diesen Begriff fallen tendenziell alle unternehmerischen Tätigkeiten, sowohl von traditionellen, als auch von Sozialunternehmen. Das Forum nachhaltiger Geldanlagen spezifiziert den Begriff daher wie folgt:

„In der Sustainable-Finance-Diskussion thematisiert Impact zunächst die ökologischen und sozialen Wirkungen von Investments zum Beispiel auf die von den Vereinten Nationen 2015 verabschiedeten Sustainable Development Goals (SDGs), die Ziele des Pariser Klimaabkommens, den Green Deal der EU und die noch nicht vollständig vorliegende EU-Taxonomie.“

Impact bedeutet in dem vom FNG vorgeschlagenen Begriff die ökologischen und sozialen Auswirkungen des Investments auf übergeordnete Ziele. Übersetzt man dies auf die unternehmerischen Aktivitäten haben also jene einen Impact, die sich positiv auf die als Beispiel genannten Maßnahmen zum Klimaschutz oder Entwicklung der Gesellschaft auswirken. Impact Messung würde daher bedeuten, die unternehmerischen Aktivitäten, die eine solche positiven Wirkungen haben zu identifizieren und zu quantifizieren. Nun bleibt die Frage, wie dies in der Praxis bisher gemacht wird.

Welche Methoden zur Impact Messung gibt es?

#1 Impact Measurement Project

Zunächst soll auf die sehr ausführliche Messung des Impact Management Projects eingegangen werden. Unternehmen können dabei in drei unterschiedliche Klassen sortiert werden. Klasse A enthält Unternehmen, die aktiv versuchen Schaden zu vermeiden, bspw. durch die Reduktion von CO2-Emissionen. Zusätzlich gibt es die Klasse B, in der die unternehmerischen Aktivitäten dazu beitragen, dass möglichst viele verschiedene Stakeholder von diesen profitieren. Es wäre bspw. ein solches Ziel, dass in Zukunft alle unternehmerischen Aktivitäten eine positive soziale Wirkung haben. In die Klasse C fallen solche Unternehmen, die zur Lösung von konkreten Problemen, wie bspw. die Reduzierung der Bildungslücke beitragen. Abschließend gibt es noch eine Kategorie für alle Unternehmen, die keine der obengenannten Kriterien erfüllen.

Quelle: Impact Measurement Project

Unternehmen können anhand von fünf Dimensionen bewertet und in eine dieser Kategorien einsortiert werden. Diese sind: What, Who, How Much, Contribution und Risk, wie in Abbildung 1 zu sehen ist. Durch Fragen, wie sie in der zweiten Spalte zu sehen sind, können die Aktivitäten der Unternehmen und deren Impact dann qualitativ bewertet werden. Mithilfe dieser Methodik zur Impact Messung kann festgestellt werden, welche Ziele das Unternehmen verfolgt und wem es damit dient.

#2 Das iooi-Model

Für dieses Model werden die unternehmerischen Aktivitäten mithilfe eines Systems, bestehend aus vier Kategorien analysiert und bewertet:

  • Input – Darunter sind alle Ressourcen zu verstehen, die das Unternehmen zur Erreichung seiner Ziele aufwendet.
  • Output – Die Leistungen die mithilfe der eingesetzten Ressourcen erreicht werden.
  • Outcome – Die erreichte Wirkung in der Zielgruppe.
  • Impact – Die Wirkungen die darüber hinaus für das gesellschaftliche Gemeinwohl erreicht werden können.

Die Bertelsmann Stiftung schreibt dazu in einer Untersuchung, dass sich Impact vor allem durch seine mittel- bis langfristigen Folgeerscheinungen vom Outcome unterscheidet. Dies bedeutet wiederum, dass ein wirklicher Impact meist nur mit einem umfassenden Unternehmensengagement und einem entsprechenden Ressourceneinsatz erreicht werden kann. Zur Impact Messung schlägt das iooi-Model verschiedene Methoden vor. Einerseits ist hier die „Nullmessung“ zu nennen, bei der der Ist-Zustand zu Beginn des Engagements gemessen wird. Dadurch können Kennzahlen erhoben werden, mit welchen man eine Vorher-Nachher-Analyse bzw. eine Projektevaluation im Allgemeinen erstellen kann. Weiterhin sind empirische Erhebungen, wie Zeitreihenanalysen ein geeignetes Ziel zur Impact Messung.

Impact Messung im European Social Innovation and Impact Fund (ESIIF)*

Da wir selbst einen Fonds, den European Social Innovation and Impact Fund (ESIIF), aufgelegt haben, welcher Mezzanine Kapital an Sozialunternehmen vergibt, ist Impact Messung auch für avesco ein wichtiges Thema. Im Rahmen des Fonds verfolgen wir das iooi-Model zur Impact Messung, welches oben beschrieben wurde.

Ziele der Impact Messung

Aber was bedeutet Impact Messung im ESIIF? Das beantwortet Sarah Budke, zuständig für das Business Development bei der avesco Financial Services AG:

„Für den ESIIF bedeutet Impact Messung klare Transparenz für jedes Unternehmen in dessen jeweiligem Wirkungsfeld zu schaffen. Dadurch können die Ziele der Sozialunternehmen messbar gemacht werden sowie Sicherheit und Informationen über die Nachhaltigkeit der getätigten Investitionen an InvestorInnen weitergegeben werden. Im Rahmen von Wirkungsberichten legen uns die Unternehmen ihre „Theory of Change“ mit den zugehörigen Impactkennzahlen vor. So können wir im regelmäßigen Austausch gemeinsame Werte kommunizieren und transparent machen. Impact Messung ist eine neue Dimension der Unternehmensbewertung und sollte im ganzheitlichen Bewertungsprozess eine feste Position erhalten und zu einem globalen Standard finden – gemeinsam mit verschiedenen Initiativen arbeiten wir daran aktiv mit.“

 

Impact Messung mit dem ESIIF greifbar gemacht: Ignitia

Wir werden immer wieder von InvestorInnen gefragt: Was für Impactunternehmen befinden sich im ESIIF und wie messen diese ihre Geschäftstätigkeiten? Darum haben wir heute ein Beispiel aus unserem eigenen Wirkungskreis mitgebracht: Das Stockholmer Impactunternehmen Ignitia. Ein paar Fakten zu Ignitia auf einen Blick:

  • Hauptsitz: Stockholm, Schweden
  • GründerInnen: Smits, Liisa
  • Gründung: 2010
  • Rechtform: Schwedische Aktiengesellschaft
  • Website: https://www.ignitia.se/

Auf welche SDGs zahlt das Unternehmen ein:

Wie sieht Impact Messung bei Ignitia aus?

Ignitia wurde mit der Mission gegründet, Ernteertragsteigerungen für KleinstbäuerInnen in tropischen Regionen durch ein einzigartiges Wettervorhersage-Tool zu ermöglichen. Dem Unternehmen ist es gelungen ein analytisches Vorhersagetool, namens iskaWeather zu entwickeln, dass es mit einer bisher nicht erreichten Genauigkeit schafft, Regenzeitpunkte und -intensitäten in tropischen Regionen zu antizipieren. Über Textnachrichten erhalten die BauerInnen lokale 2-Tages Vorhersagen sowie monatliche und saisonale Prognosen. Mithilfe des Vorhersagetools wird es den FarmerInnen ermöglicht, die optimalen Zeitpunkte für Aussaat, Düngung und Ernte herauszufinden und bei ihrer Planung mit einzubeziehen. Dadurch gelingt es den KleinstbäuerInnen weniger Ressourcen zu verwenden und das Ernteausfallrisiko zu senken. Der Erfolg dieser Maßnahmen wurde bereits durch mehrere unabhängigen Studien bestätigt. Es wurde herausgefunden, dass Information zu einer Verhaltensänderung bei den BäuerInnen beitragen können, welche wiederum mit einer Produktivitätssteigerung einhergeht.

Doch wie misst das Unternehmen seinen Impact? Bei Ignitia werden vor allem quantitative Daten genutzt, um klare Kennzahlen bereitstellen zu können. So steht zur Impact Messung die Anzahl der erreichten BäuerInnen im Vordergrund. Bis heute sind das mehr als 1,3 Millionen BäuerInnen in fünf afrikanischen Staaten. Darüber hinaus misst das Unternehmen den Prozentsatz jener BauernInnen, die auch mit den Vorhersagen arbeiten. Wie weiter oben beschrieben, wurde durch unabhängige Studien herausgefunden, dass iskaWeather zu einer Verhaltensänderung bei KleinstbäuerInnen führen kann. Abschließend misst das Unternehmen die Anzahl an gesendeten Vorhersagen. Bis heute sind das über 220 Millionen Nachrichten. Im Rahmen der oben beschriebenen Methodiken kann hier von einem ganz klaren positiven gesellschaftlichen Impact gesprochen werden, den Ignitia mit seinen Geschäftstätigkeiten schaffen kann.


*DISCLAIMER
Bei dieser Marketingmitteilung handelt es sich nicht um eine Empfehlung zum Kauf bzw. zur Zeichnung von Kommanditanteilen an der European Social Innovation and Impact Fund GmbH & Co. KG („ESIIF GmbH & Co. KG“), die ein geschlossener Spezial-AIF nach § 2 Abs. 4 des Kapitalanlagengesetzbuches („KAGB“) ist. Sie ist auch weder ein Verkaufsprospekt noch eine Aufforderung zum Kauf. Potentielle Anleger sollten den Gesellschaftsvertrag und das Muster der Beitrittsvereinbarung sowie ergänzend das Private Placement Memorandum („PPM“) lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um die Beteiligungsmöglichkeit und die damit verbundenen potenziellen Chancen und Risiken vollständig zu verstehen. Alle Angaben in dieser Marketingmitteilung stammen mit Ausnahme der separat gekennzeichneten Quellenangaben von der ESIIF GmbH & Co. KG und beruhen auf eigener Ausarbeitung. Die unverbindlichen Angaben zur Beteiligung ESIIF GmbH & Co. KG sind verkürzt dargestellt und stellen kein öffentliches Angebot dar. Die Investmentmöglichkeit richtet sich ausschließlich an professionelle und semi-professionelle Anleger gemäß § 1 (19) Nr. 32 und 33 KAGB mit Sitz in Deutschland. Potentielle Anleger sollten vor einer Beteiligung in jedem Fall eine eigene steuerliche und rechtliche Beratung durch fachkundige Dritte einholen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich bei der vorliegenden Marketingmitteilung um die werbliche Kurzinformation zu einer Anlagemöglichkeit in eine unternehmerische Beteiligung handelt. Einzelheiten zu dieser Investitionsmöglichkeit entnehmen Sie bitte dem Gesellschaftsvertrag, dem Muster der Beitrittsvereinbarung und dem PPM, die unter anderem bei der avesco Management GmbH, Mohrenstraße 34 in 10117 Berlin und bei der Finanzierungsagentur für Social Entrepreneurship GmbH („FASE“), Prinzregentenplatz 10 in 81675 München erhältlich sind. Stand: August 2021


Verwendete Quellen
https://dievolkswirtschaft.ch/de/2021/04/glaubwuerdige-impact-messung/
https://impactmanagementproject.com/impact-management/impact-management-norms/
https://fng-marktbericht.org/fileadmin/Marktbericht/2021/FNG_Marktbericht2021_Online.pdf
https://www.soz.uni-heidelberg.de/wp-content/uploads/2020/12/Impact-Investing-in-Deutschland-2020.pdf
[1]Gupta, P., Chauhan, S., Paul, J., & Jaiswal, M. P. (2020). Social entrepreneurship research: A review and future research agenda. Journal of Business Research, 113, 209-229.
https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/corporate-citizenship-planen-und-messen-mit-der-iooi-methode
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Worum geht’s beim Social Investing? https://www.avesco-test.de/worum-gehts-beim-social-investing/ Wed, 13 Oct 2021 08:00:57 +0000 https://www.avesco-test.de/?p=3448 Hinter dem Begriff Social Investing verbergen sich gleich mehrere spannende Bedeutungen. In diesem Artikel geht es uns darum, Licht ins Dunkel zu bringen und eine Möglichkeit zum Social Investing vorzustellen.

Definition Social Investing

Für den Begriff Social Investing gibt es mehrere Verwendungsmöglichkeiten:

  1. Social Investing steht zunächst als Synonym für Social Investment oder Social Impact Investing. Dahinter verbergen sich, laut Definition des Politlexikons 2020 wiederum zwei Bedeutungen. Gemeint sein können entweder „politische Strategien, die geeignet sind, insb. die beruflichen Fähigkeiten und sozialen Kompetenzen der Bevölkerung so zu fördern, dass sie auf dem Arbeitsmarkt (Arbeitsmarkt/Arbeitsmarktpolitik) erfolgreich sind“. Oder aber „die Förderung von ökologischen Aktivitäten und sozial nachhaltigen Projekten seitens privater, wirtschaftlicher oder staatlicher Akteure“, eine Definition, die thematisch schon eher in den Finanzbereich geht.
  2. Nach dem Autorenduo Mantel und Maier steht Social Investing jedoch auch für eine neue Ära des Investierens an sich. Denn ähnlich, wie das analoge Leben immer mehr „social“ wird, sich also über Soziale Medien abspielt, soll es sich auch im Investmentbereich verhalten. Beide Autoren sprechen somit von der „Social Media-Variante der Geldanlage“, die sich aus dem Social Trading entwickelt hat und auf Plattformen wie ayondo, wikifolio oder eToro abspielt.

In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit der ersten Definition des Social Investings, im Sinne der Förderung ökologischer Aktivitäten durch verschiedene Akteure.

Social Investing weltweit
Abbildung 1: Quelle: avesco AG

Das Ziel von Social Investing

Auch wenn sich die Begrifflichkeiten mitunter vermischen und auch die Ziele teilweise ähnlich sind, das Ziel von Social Investing lautet, nach der britischen Seite goodfinance:
„Social investment is the use of repayable finance to help an organisation achieve a social purpose.

Es geht also darum, Unternehmen mit rückzahlpflichtigem Kapital auszustatten, welches diese dann nutzen, um eine soziale gesellschaftliche Herausforderung zu lösen.
Die gute Nachricht: Immer mehr InvestorInnen suchen nach solchen Investitionsmöglichkeiten, um neben einer finanziellen auch eine soziale oder ökologische Rendite mit ihrem Geld zu erwirtschaften. Und es entstehen auch immer mehr Sozialunternehmen, die innovative unternehmerische Lösungen entwickeln und Zugang zu Wachstumskapital benötigen, um diese umsetzen zu können.
Die schlechte Nachricht: Beide Parteien finden oftmals nicht zusammen.

Die Herausforderung beim Social Investing

Das liegt auch an so manchen Vorurteilen, mit denen SozialunternehmerInnen konfrontiert werden, wie Sarah Budke, Teil des Teams bei avesco, weiß:

Sarah Budke ESIIF „Häufig wird davon ausgegangen, dass Sozialunternehmen keine wirtschaftliche Skalierbarkeit als unternehmerische Erfolgsgröße und Zielsetzung mitbringen. Diese bestehende Annahme mindert die Attraktivität gegenüber potentiellen InvestorInnen und verwehrt den Zugang zu wertvollem Wachstumskapital. Was jedoch bei der Prüfung von Sozialunternehmen beispielsweise aus dem ESIIF ersichtlich wird, ist, dass die fehlende wirtschaftliche Skalierbarkeit ein Trugschluss ist.
Erfahrene UnternehmerInnen werden zunehmend zu GründerInnen von Sozialunternehmen, die beweisen, wie die Dimension „S“ (Social) aus der ESG Definition, am Wirtschaftsmarkt einbezogen werden kann und unter Aspekten der Impact Analyse als KPI eine auswertbare, wertvolle Größe erhält.
Diese Wirtschaftsakteure verdeutlichen zunehmend, welches Wachstumspotential in den Unternehmen liegt, wenn durch eine neue Unternehmensbewertungsdimensionen neben klassischen KPI´s auch Soziales Investment in die Geschäftsentwicklung integriert wird“.  

Ein Beispiel für solch ein erfahrenes Gründungsteam, welches mit seinem Sozialunternehmen auch Teil des European Social Innovation and Impact Fund (ESIIF) ist, ist das Team rund um bettermarks.

bettermarks ESIIF Arndt Kwiatkowski ESIIF Marianne Voigt ESIIF Christophe Speroni ESIIF

Bildquellen: bettermarks

Social Investing mit bettermarks im ESIIF*

bettermarks wurde 2008 von Arndt Kwiatkowski, Marianne Voigt und Christophe Speroni gegründet. Davor waren die GründerInnen die treibenden Kraft hinter ImmobilienScout24, Deutschlands führender Online-Immobilien-Plattform, die in 2007 von der Deutschen Telekom gekauft wurde (€ 540 Mio Bewertung), um dann 2015 (€ 3 Milliarden Bewertung) an die Börse zu gehen.
bettermarks hat eine einzigartige, adaptive Lernplattform mit mehr als 100.000 interaktiven Übungen für K-12 Mathematik Lehrpläne (das entspricht den Klassen 4-10) auf Englisch, Spanisch, Deutsch und Holländisch online entwickelt. Die Produktpalette des Unternehmens wird derzeit von + 100.000 SchülerInnen in verschiedenen Schulsystemen genutzt. Mit seinem adaptiven Lernsystem adressiert bettermarks so die gesellschaftlichen Probleme: den Mangel an qualifizierten LehrerInnen und die Lernprobleme von SchülerInnen. Lokale Partner mit bereits etablierten Vertriebskanäle in den Schulmarkt – wie Verlage, Bildungsplattformen und Regierungsorganisationen – nutzen die Plattform mittels Lizenzgebühren.
bettermarks hat erheblich in die Plattform und die Content-Entwicklung investiert und hat nationale Rollouts in Uruguay und in Holland erzielt. In Mexiko und Großbritannien wurden bereits erfolgreiche Pilotprojekte abgeschlossen. Durch die bisherigen Plattforminvestitionen wird bettermarks bereits den Break-even Point erreichen. Durch die zusätzlichen Investitionen, die auch über den ESIIF in das Unternehmen fließen, soll sich diese Wachstumsdynamik und Rentabilität noch weiter erhöhen und die internationale Skalierung vorangetrieben werden.

bettermarks trägt durch seine innovative Lernplattform zum Erreichen des folgenden SDGs bei:

Dieses Beispiel zeigt deutlich, dass es dringend an der Zeit ist, Unternehmen wie bettermarks mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung in der frühen, innovativen Unternehmensentwicklungsphase zukommen zu lassen – eine Vision, die mithilfe des ESIIF vorangetrieben wird.


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Bei dieser Marketingmitteilung handelt es sich nicht um eine Empfehlung zum Kauf bzw. zur Zeichnung von Kommanditanteilen an der European Social Innovation and Impact Fund GmbH & Co. KG („ESIIF GmbH & Co. KG“), die ein geschlossener Spezial-AIF nach § 2 Abs. 4 des Kapitalanlagengesetzbuches („KAGB“) ist. Sie ist auch weder ein Verkaufsprospekt noch eine Aufforderung zum Kauf. Potentielle Anleger sollten den Gesellschaftsvertrag und das Muster der Beitrittsvereinbarung sowie ergänzend das Private Placement Memorandum („PPM“) lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um die Beteiligungsmöglichkeit und die damit verbundenen potenziellen Chancen und Risiken vollständig zu verstehen. Alle Angaben in dieser Marketingmitteilung stammen mit Ausnahme der separat gekennzeichneten Quellenangaben von der ESIIF GmbH & Co. KG und beruhen auf eigener Ausarbeitung. Die unverbindlichen Angaben zur Beteiligung ESIIF GmbH & Co. KG sind verkürzt dargestellt und stellen kein öffentliches Angebot dar. Die Investmentmöglichkeit richtet sich ausschließlich an professionelle und semi-professionelle Anleger gemäß § 1 (19) Nr. 32 und 33 KAGB mit Sitz in Deutschland. Potentielle Anleger sollten vor einer Beteiligung in jedem Fall eine eigene steuerliche und rechtliche Beratung durch fachkundige Dritte einholen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich bei der vorliegenden Marketingmitteilung um die werbliche Kurzinformation zu einer Anlagemöglichkeit in eine unternehmerische Beteiligung handelt. Einzelheiten zu dieser Investitionsmöglichkeit entnehmen Sie bitte dem Gesellschaftsvertrag, dem Muster der Beitrittsvereinbarung und dem PPM, die unter anderem bei der avesco Management GmbH, Mohrenstraße 34 in 10117 Berlin und bei der Finanzierungsagentur für Social Entrepreneurship GmbH („FASE“), Prinzregentenplatz 10 in 81675 München erhältlich sind. Stand: August 2021


Verwendete Quellen
https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/politiklexikon/296492/social-investment
https://www.m-vg.de/finanzbuchverlag/shop/article/14817-vom-social-trading-zum-social-investing/
https://www.goodfinance.org.uk/understanding-social-investment
https://fa-se.de/projekte/bettermarks/
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Nachhaltig investieren – Lokal und Global https://www.avesco-test.de/nachhaltig-investieren-lokal-und-global/ Tue, 14 Sep 2021 07:00:09 +0000 https://www.avesco-test.de/?p=3323 Die Zahl der als „nachhaltig“ betitelten Investitionsmöglichkeiten ist in den letzten Jahren rapide gestiegen. Lag das Volumen von nachhaltigen Investmentfonds 2010 noch bei 6,2 Milliarden Euro, sind es 2020 schon 107,0 Milliarden Euro. Das ist ein Wachstum von über 1.700 % (vgl. FNG Marktbericht).

Beschäftigt man sich näher mit nachhaltigen Investments wird man schnell mit Begriffen wie „Ausschlusskriterien“, „normbasierten Screenings“, „ESG Screenings“ oder „Impact Investment“ konfrontiert. Wie findet man sich jedoch in diesem Fachjargondschungel zurecht und was bedeutet nachhaltig investieren überhaupt? Und was können SozialunternehmerInnen und Impact InvestorInnen damit zu tun haben? In diesem Artikel versuchen wir auf diese Fragen, Antworten zu finden.

Was bedeutet nachhaltig investieren?

Fangen wir zunächst bei den Grundlagen an. Was bedeutet überhaupt Nachhaltigkeit? An anderer Stelle haben wir uns bereits ausführlich mit dieser Frage beschäftigt, wollen aber kurz das Wichtigste zusammenfassen. Nachhaltigkeit basiert ursprünglich auf den drei Säulen ‚Ökonomie‘, ‚Ökologie‘ und ‚Soziales‘. Nachhaltig investieren bedeutet also, bei einer Investitionsabsicht einen holistischen Ansatz zu wählen, anstatt nur die Rendite zu beachten. Es sollte über ökonomische Kriterien hinausgegangen und soziale sowie ökologische Faktoren in den Entscheidungsprozess miteinbezogen werden. Damit geht jedoch meist eine aufwendige Recherche einher, da man grundsätzlich jedes Unternehmen in einem Fonds auf diese Merkmale überprüfen muss. Um es potentiellen InvestorInnen zu erleichtern, gibt es daher Fonds, die gewisse Anlagestrategien verfolgen. Und damit zurück zu dem Urwald aus Fachjargon: Denn die weiter oben genannten Begriffe beschreiben unterschiedliche Ansätze zur Fondsgestaltung. Eine Strategie, die sich auf Ausschlusskriterien stützt, wählt die Unternehmen die in den Fonds gelangen, aufgrund der Branche, in der diese tätig sind, aus. Es gibt Fonds die bspw. grundsätzlich in Branchen, wie die Tabak- oder Ölbranche nicht investieren. Jedoch sind die Kriterien bei einer solchen Strategie relativ oberflächlich, was wiederum dazu führt, dass viele Unternehmen in einen Fonds aufgenommen werden, die nicht in vollem Umfang nachhaltig sind. Wer also wirklich nahhaltig investieren möchte, hat es ohne eigene Recherche gar nicht so leicht. Anders ist es bei den normbasierten Screenings. Diese sind schon deutlich umfangreicher. Unter Anwendung dieser Strategie werden die Investitionsobjekte unter Berücksichtigung von Mindeststandards ausgewählt, die meist auf allgemeinen internationalen Normen basieren. Die jährliche Untersuchung des Forums für nachhaltigen Geldanlagen hat ergeben, dass diese beiden Formen der nachhaltigen Geldanlage
die meist vertretenen sind. (vgl. FNG Marktbericht).

Kommen wir dahingegen zu einem neueren Ansatz, der allerdings noch eine Nische im deutschen Markt bildet: das Impact Investing. Obwohl diese Anlagestrategie als nachhaltiges Investment bei weitem nicht weniger interessant ist als andere nachhaltige Finanzprodukte. Mithilfe des European Social Innovation and Impact Fund (ESIIF) hoffen wir dieses Thema für eine breitere Masse zugänglich zu machen. Impact Investing ist daher so bedeutend, weil mithilfe des investierten Geldes gesellschaftliche, ökologische und wirtschaftliche Probleme durch Sozialunternehmen gelöst werden sollen. Nachhaltig investieren bedeutet in diesem Kontext also, dass mithilfe dieser Strategie alle Faktoren der Nachhaltigkeit miteinbezogen werden können. Doch was es genau mit unserem Fonds auf sich hat und wie wir damit Sozialunternehmen und Impact InvestorInnen zusammenbringen wollen, soll nachfolgend betrachtet werden.

Erfahren Sie mehr über den ESIIF 

Wie kann mithilfe des European Social Innovation and Impact Fund* nachhaltig investiert werden?

Der European Social Innovation and Impact Fund (kurz: ESIIF) ist ein innovativer Impact Fonds, dessen Ziel es ist, Impact InvestorInnen und SozialunternehmerInnen zusammen zu bringen. Bei Impact Investing handelt es sich um eine neue Anlegephilosophie, bei der neben ökonomischen Faktoren wie Rendite und Risiko auch auf ökologische und soziale Dimensionen geachtet werden soll. Solche Investments werden mit der Absicht getätigt, neben einer finanziellen Rendite, einen messbaren, positiven, gesellschaftlichen Impact zu erreichen (vgl. hier). Im Rahmen des ESIIF werden vor allem europäische Sozialunternehmen unterstützt, die sich in einem frühen Lebenszyklus bewegen und meist finanzielle Unterstützung für die Skalierung ihres Geschäftsmodells benötigen. Doch was macht ein Sozialunternehmen überhaupt aus? Meist setzen Sozialunternehmen dort an, wo weder der Staat noch die freie Wirtschaft Antworten auf aktuelle gesellschaftliche Fragen finden konnte. Durch innovative Geschäftsmodelle stellen sie diese sozialen und/oder ökologischen Probleme in den Vordergrund ihrer Tätigkeiten und können sie durch ihr unternehmerisches Know-How lösen.

Das sagt Sarah Budke, zuständig für das Impact Business Development bei der avesco Financial Services AG über den ESIIF: „Der ESIIF ermöglicht nicht nur frühzeitige Finanzierung für Sozialunternehmen, sondern auch eine begrenzte Absicherung für InvestorInnen*. Die Zukunft benötigt einen Zusammenschluss von Impact Akteuren, die den Mut beweisen, Unternehmen mit klarer sozialer und ökologischer Wirkung aufzubauen und ebenso InvestorInnen die nachhaltige Innovation unterstützen und finanzielle Mittel zur Verfügung stellen. Wir werden in verschiedensten Entwicklungsbereichen Engpässe erleiden, eine frühzeitige innovative Förderung solcher Unternehmensfelder wie z.B. die Trinkwasserversorgung ist essenziell – schon heute.”

Erfahren Sie mehr über den ESIIF

Die bereits unterstützen Sozialunternehmen sind vermutlich so vielfältig wie unsere Impact InvestorInnen, welche durch ihr Investment schon heute nachhaltig investieren. So wird bspw. das Berliner Start-Up SIRPLUS unterstützt, welches sich zur Aufgabe gemacht hat, die Lebensmittelverschwendung in Deutschland zu reduzieren oder das schwedische Unternehmen Ignitia, dass einen SMS-Abonnement Service in Schwellenländern anbietet, durch den Kleinstbauern Prognosen über die Wetterentwicklung der nächsten Tage, Wochen oder Monate erhalten, um ihre Prozesse wie die Aussaat, Düngung oder Ernte zu optimieren. Weitere Unternehmen versuchen die bestehenden Wasserressourcen bestmöglich zur Verfügung zu stellen. Warum Wasserknappheit ein reales Problem ist und wie ein österreichisches Unternehmen mithilfe des ESIIF versucht dieses zu lösen, wollen wir nachfolgend aufzeigen.
 

Helioz – Zugang zu sauberem Trinkwasser für alle

Wasserknappheit ist schon heute ein weitreichendes Problem. Denn fast ein Viertel der Weltbevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Vor allem in südlicheren Ländern sind die Menschen auf sogenanntes Oberflächenwasser angewiesen, sprich auf Wasser aus Bächen, Flüssen, Teichen oder Seen. Oftmals sind diese jedoch stehende Gewässer, welche bakteriell verunreinigt sind. Daher ist es vor allem in afrikanischen und asiatischen Gebieten üblich, dass das Wasser vor der Nutzung über offenem Feuer abgekocht wird. Dabei entsteht jedoch eine große Menge an CO2, welche einen negativen Einfluss auf den Klimawandel hat.

Quelle: HELIOZ GmbH

Das Sozialunternehmen HELIOZ hat sich dieses Problem zur Aufgabe gemacht. Mithilfe von Sonnenkraft will das Unternehmen emissionsfrei Wasser reinigen. Mit dem eigens entwickelten Produkt namens „WADI“ soll Wasser zukünftig ohne Abkochen gereinigt werden. Doch wie funktioniert das? Durch die natürlich Kraft der Sonne, genauer gesagt durch die UV-Strahlung. Benötigt werden lediglich PET-Flaschen, verunreinigtes Wasser (bspw. aus stehenden Quellen), ein „WADI“-Gerät und natürlich die Sonne. Zunächst müssen die PET-Flaschen mit dem Wasser befüllt werden und dann gemeinsam mit dem solarbetriebenen Gerät in die Sonne gelegt werden. Durch die UV-Strahlung wird das Wasser gereinigt und kann nach wenigen Stunden, sobald das „WADI“ einen Smiley anzeigt, genutzt werden. Durch diese alternative Wasserreinigung können die CO2-Emissionen entscheidend reduziert werden. HELIOZ nutzt dies um die Einsparung in CO2 Zertifikate umzutauschen, die KundInnen als Kompensationsmaßnahmen für ihre Emissionen erwerben können. Durch „WADI“ konnten bereits 128 Millionen Liter Wasser gereinigt und 40.000 Tonnen CO2 eingespart werden (vgl. hier).

Einzahlung in diverse SDGs

HELIOZ trägt durch die Wasseraufbereitung und die damit einhergehende Reduktion von CO2 zum Erreichen der folgenden SDGs bei:

 


*DISCLAIMER
Bei dieser Marketingmitteilung handelt es sich nicht um eine Empfehlung zum Kauf bzw. zur Zeichnung von Kommanditanteilen an der European Social Innovation and Impact Fund GmbH & Co. KG („ESIIF GmbH & Co. KG“), die ein geschlossener Spezial-AIF nach § 2 Abs. 4 des Kapitalanlagengesetzbuches („KAGB“) ist. Sie ist auch weder ein Verkaufsprospekt noch eine Aufforderung zum Kauf. Potentielle Anleger sollten den Gesellschaftsvertrag und das Muster der Beitrittsvereinbarung sowie ergänzend das Private Placement Memorandum („PPM“) lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um die Beteiligungsmöglichkeit und die damit verbundenen potenziellen Chancen und Risiken vollständig zu verstehen. Alle Angaben in dieser Marketingmitteilung stammen mit Ausnahme der separat gekennzeichneten Quellenangaben von der ESIIF GmbH & Co. KG und beruhen auf eigener Ausarbeitung. Die unverbindlichen Angaben zur Beteiligung ESIIF GmbH & Co. KG sind verkürzt dargestellt und stellen kein öffentliches Angebot dar. Die Investmentmöglichkeit richtet sich ausschließlich an professionelle und semi-professionelle Anleger gemäß § 1 (19) Nr. 32 und 33 KAGB mit Sitz in Deutschland. Potentielle Anleger sollten vor einer Beteiligung in jedem Fall eine eigene steuerliche und rechtliche Beratung durch fachkundige Dritte einholen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich bei der vorliegenden Marketingmitteilung um die werbliche Kurzinformation zu einer Anlagemöglichkeit in eine unternehmerische Beteiligung handelt. Einzelheiten zu dieser Investitionsmöglichkeit entnehmen Sie bitte dem Gesellschaftsvertrag, dem Muster der Beitrittsvereinbarung und dem PPM, die unter anderem bei der avesco Management GmbH, Mohrenstraße 34 in 10117 Berlin und bei der Finanzierungsagentur für Social Entrepreneurship GmbH („FASE“), Prinzregentenplatz 10 in 81675 München erhältlich sind. Stand: August 2021


Quellen
https://www.forum-ng.org/fileadmin/Marktbericht/2021/FNG-Marktbericht-2021-online.pdf
https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/blog/weltwassertag-2021-zehn-fakten-ueber-wasser/172968
https://de.statista.com/themen/3435/ressource-wasser/#dossierSummary__chapter2
https://thegiin.org/impact-investing/
https://esiif.de/helioz/
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Fünf Fakten rund ums Impact Investing – und ein Finanzierungsbeispiel https://www.avesco-test.de/fuenf-fakten-rund-ums-impact-investing-und-ein-finanzierungsbeispiel/ Wed, 11 Aug 2021 08:07:53 +0000 https://www.avesco-test.de/?p=3251 Impact Investing überzieht immer mehr die deutschsprachige Investment-Landschaft und bringt gleichzeitig hohes Potenzial aber auch die ein oder andere offene Frage mit sich. Zeit also, fünf Fakten rund ums Impact Investing zusammen zu tragen. Außerdem haben wir auch ein Investitionsbeispiel fürs Impact Investing mitgebracht. Sozialunternehmen, die tatsächlichen Impact bringen, weswegen sie auch teils als Impactunternehmen bezeichnet werden.
Klar ist: Immer mehr InvestorInnen erwarten eine nachweisbare Nachhaltigkeitsleistung von Unternehmen, screenen deren Nachhaltigkeitsberichte und Green Washing wird so immer leichter zu enttarnen sein. So zitiert auch Georg Haas, Journalist beim Online-Magazin Tech&Nature, den Studienleiter einer jüngst publizierten Arbeit des Wirtschaftsprüfers Mazars, Kai M. Beckmann: „Die Zeiten, in denen Nachhaltigkeit von Unternehmen als Marketinginstrument genutzt wird, sind vorbei. Immer mehr Investor:innen erwarten nachhaltige Investitions- und Anlagestrategien von Ihren Asset Managern. Das führt dazu, dass Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten belegen müssen, um weiterhin an benötigtes Kapital zu gelangen“. Haas konkludiert dann auch: „Impact Investment könnte so in Zukunft noch deutlich mehr Einfluss auf Unternehmen gewinnen und so einen gewaltigen Einfluss auf eine nachhaltigere Wirtschaft haben“. Doch gleichzeitig gilt der Bereich noch als sehr jung oder klein und es bestehen viele Fragen in den Köpfen potenzieller InvestorInnen. Abhilfe sollen unsere fünf nachfolgenden Fakten schaffen.
Fünf Fakten rund ums Impact Investing

#1 Definition Impact Investing

Ganz allgemein spricht man immer dann von Impact Investing, wenn Investitionen neben einer finanziellen Rendite eine messbare soziale und ökologische Auswirkung zum Ziel haben. Das investierte Geld soll also dazu beitragen, gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Probleme zu lösen. Ein Umstand, der lange Zeit wage klar war, aber nie richtig ausdefiniert wurde.
Abhilfe schaffen z.B. die Produktkategorien nach der Offenlegungsverordnung (derzeit werden Artikel 9 Produkte, welche „ein oder mehrere explizite Nachhaltigkeitsziel/e verfolgen“ mit Impact Investings assoziiert) und die 2017 gegründete Bundesinitiative Impact Investing, welche folgende Definition geschaffen hat:
„Wir verstehen Impact Investing/wirkungsorientiertes Investieren als einen Investmentansatz, der über die reine Orientierung an Rendite und Risiko hinausgeht. Positive soziale und/oder ökologische Wirkungen sollen möglichst direkt, intendiert und nachweisbar sein. Es geht uns um eine messbare positive gesellschaftliche und/oder ökologische Wirkung. Impact Investing geht nach dieser Definition über die bisherigen ESG- oder SRI-Ansätze hinaus“.

#2 Der deutsche Markt für Impact Investing befindet sich in der Pionierphase, birgt aber großes Potenzial

Auch wenn es so erscheint als wäre das Thema in aller Munde: Impact Investing hat den Mainstream leider noch nicht erreicht. Zu wenige Menschen wissen heutzutage überhaupt etwas mit Begriffen wie ESG, SRI, Ausschlusskriterien etc. anzufangen, Impact Investing gilt hier häufig als eine weitere Blackbox. Dennoch: In der Nische wächst das Interesse, der Forschungsbedarf sowie die Nachfrage nach Impact Investing Möglichkeiten steigt stark an. Auch in der Politik erfährt das Thema verstärkt Aufmerksamkeit, vor allem seit dem CDU/CSU und SPD im Koalitionsvertrag eine bessere Unterstützung von Social Entrepreneurship und sozialen Innovationen vereinbart haben.
Die nachfolgende Grafik aus dem FNG Marktbericht 2020 verdeutlich diese Umstände gut – Impact Investing Anlagestrategien finden sich an letzter Stelle, haben im Vorjahresvergleich jedoch den größten Zuwachs zu verzeichnen.

Impact Investing im letzten FNG-Marktbericht

#3 Es gibt einige Herausforderungen im Marktaufbau von Impact Investing

Das Potenzial ist da – jetzt will es aber auch genutzt werden. Dass das gar nicht mal so einfach ist, fasst die Bundesinitiative Impact Investing in ihrer Marktstudie 2020 treffend zusammen:
„Das Impact-Investing-Segment birgt ein großes Potential und es gilt, das Thema in Deutschland noch stärker in den Fokus zu rücken. Doch existiert aktuell eine Reihe von Herausforderungen für den Marktaufbau: Zu wenig geeignete Anlageprodukte in unterschiedlichen Asset- und Risikoklassen, mangelnde Unterstützung durch die Politik zum Beispiel durch die Anpassung rechtlicher Rahmenbedingungen, sowie fehlende Anreizmechanismen für mehr impactorientierte Unternehmensgründungen und -finanzierungen, die im größeren Rahmen das Potenzial von Impact Investing demonstrieren könnten“.

#4 Ein häufiger Irrtum über Impact Investing

Ein nahezu immer geäußerter Kritikpunkt am Impact Investing lautet, dass die Wirkung, welche InvestorInnen mit ihrem Investment erzielen, keinesfalls messbar sei.
Es stimmt, bei komplexeren Anlageprodukten kommt es zu Herausforderungen, wenn festgestellt werden soll, wie viel Wirkung eine bestimmte Anlagesumme erzielt hat. Dass Impact jedoch niemals messbar sei, ist ein stark verbreitetes Vorurteil. Per Definition muss der Impact eines Investments aufgezeigt werden, außerdem gibt es Beispiele, wo InvestorInnen erfahren, was sie mit ihrer Investition bewirken können oder bewirkt haben. Man denke beispielsweise an eine Investition im Bereich der erneuerbaren Energien: Hier erfahren AnlegerInnen im Detail, wie viel Megawatt grüner Strom durch ihr Investment erzeugt werden konnte.
Auch im sozialen Bereich lassen sich positive Beispiele nennen, etwa die Erschaffung inklusiver Arbeitsplätze. Hier lässt sich die Wirkung daraus ableiten, wie viele Menschen durch das Investment in ein Arbeitsverhältnis gekommen sind.
Impact Investing kann gezielte, positive Veränderungen bringen

#5 Diese Neue Impact Investing Plattform hilft beim Aufbau eines Netzwerks und informiert über Impact-Stakeholder

„Der Mangel an verlässlichen statistischen Daten über den Impact Investing-Markt in Europa ist eine bekannte Schwäche“, schreibt Georg Haas in einem Artikel. Ein weiteres Problem sei, dass in Europa die meisten Impact Investment-Ökosysteme sehr stark fragmentiert seien und eher auf nationaler Ebene als international funktionieren würden. Damit sich das bald ändert und z.B. Impactunternehmen und ImpactinvestorInnen zusammenfinden, auch über Ländergrenzen hinaus, hat das Internet-Projekt Impact Database eine Plattform aufgebaut, die ImpactinvestorInnen auf einer Karte anzeigt. Es handelt es sich um den Versuch, alle größeren Nachhaltigkeits-FördererInnen in Europa transparent zu zeigen. Haas schreibt weiter: „Beispielsweise finden sich auf der Karte nachhaltige Banken, Business Angels, die am Umweltschutz interessiert sind, und Stiftungen zur Förderung von Klimafreundlichkeit. User können so wichtige Stakeholder finden. Momentan befindet sich das Projekt noch in der Beta-Phase. Die Plattform lädt Menschen in ganz Europa dazu ein, sich ihr anzuschließen, um so selbst auf der Karte zu sehen zu sein“.

Ein Beispiel für Impact Investing – der European Social Innovation and Impact Fund (ESIIF)

Wie oben geschildert: Impactunternehmen und ImpactinvestorInnen kommen häufig nicht zusammen und das mögliche Wirkungspotenzial wird so nicht ausgeschöpft. Damit sich dieser Umstand ändert und endlich zusammenfindet, was zusammengehört, haben wir von avesco uns zusammengetan und mit der Finanzierungsagentur für Social Entrepreneurship (FASE) den European Social Innovation and Impact Fund (ESIIF) ins Leben gerufen.

Erfahren Sie mehr über den ESIIF

Der Fonds investiert in Impactunternehmen in Deutschland und der Europäischen Union. Das Ziel: Das Wachstum sozialer Innovationen in Europa ankurbeln und gezielt Unternehmensmodelle fördern, die eine positive gesellschaftliche Wirkung erzielen (z.B. in den Bereichen Bildung, Gleichberechtigung & Chancengleichheit oder im sparsamen Umgang mit Ressourcen).

Wie ist Impact Investing mit dem ESIIF möglich?

Potenzielle semi-/professionelle InvestorInnen aufgepasst*: Der ESIIF ist als geschlossener Spezial-AIF konzipiert und investiert in Sozialunternehmen in Form von Mezzanine-Kapital (Nachrangdarlehen) zwischen 100.000€ und 500.000€. Außerdem bringt er eine Innovation mit sich, die den Fonds einzigartig macht: Durch die sogenannte EaSI-Bürgschaft des European Investment Fund (EIF) werden in dem Fonds Erstverluste aus Investitionen des Fonds in Sozialunternehmen von bis zu 20 % des investierten Kapitals zu jeweils 80 % abgesichert. Das bedeutet InvestorInnen erhalten eine Teilabsicherung ihres Geldes. Der ESIIF ist der erste Fonds, der dieses EU-Programm in Deutschland mit Blick auf die Finanzierung von Impactunternehmen einsetzt. Stichwort Impactunternehmen – was für Unternehmen fördert der ESIIF denn eigentlich?

Impactunternehmen und was diese ausmacht

Was ist das Ziel von Impactunternehmen und was macht sie aus? Das beantwortet Carsten Kuschnerus, Portfoliomanager des ESIIF:

Carsten Kuschnerus - Portfoliomanager des ESIIF Fonds „In Deutschland existiert, im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Staaten, noch keine offiziell anerkannte Definition von dem Begriff des Sozialunternehmens. Für den Fonds orientieren wir uns an den folgenden Grundsätzen. Das Ziel von einem Sozialunternehmen muss die Lösung einer gesellschaftlichen Herausforderung sein. Sozialunternehmen stellen soziale und / oder ökologische Probleme in den Mittelpunkt ihrer Geschäftstätigkeit und adressieren diese auf unternehmerische Art und Weise. Das Ergebnis sind innovative und zukunftsweisende Geschäftsmodelle, die positiven „Impact“ generieren und skalieren, sowie darauf abzielen, sich nachhaltig selbst zu tragen.“  

Erfahren Sie mehr über den ESIIF

Ein paar weitere Informationen zu Impactunternehmen, welche auch als Sozialunternehmen bezeichnet werden:

Charakteristiken zu Impactunternehmen

Impact Investing mit dem ESIIF greifbar gemacht: SIRPLUS

Wir werden immer wieder von InvestorInnen gefragt: Was für Impactunternehmen finden sich im ESIIF und wer wird unterstützt? Darum haben wir heute ein Beispiel aus unserem eigenen Wirkungskreis mitgebracht: Das Berliner Impactunternehmen SIRPLUS. Ein paar Fakten zu SIRPLUS auf einen Blick:
• Hauptsitz: Berlin, Deutschland
• GründerInnen: Raphael Fellmer, Martin Schott
• Gründung: 2017
• Rechtform: Gesellschaft mit Beschränkter Haftung (GmbH)
• Anzahl Mitarbeitende: 158
• Website: https://sirplus.de/
• Auf welche SDGs zahlt das Unternehmen ein:

SDG 2 SDG 12

Und welche Wirkung will SIRPLUS erzielen? Geringere Lebensmittelverschwendung durch Online- und Offline-Verkauf von Überschüssen zu Discountpreisen.
SIRPLUS wurde mit der Mission gegründet, Lebensmittelverschwendung in großem Maßstab zu reduzieren. Wie soll das erreicht werden? SIRPLUS führt den Überschuss an Lebensmitteln wieder ins Kreislaufsystem zurück, indem es ihn in seinen „Rettermärkten“ und über den eigenen Online-Shop (beliebt sind unter anderem die sogenannten „Retterboxen“, welche es in unterschiedlichen Ausführungen, z.B. Bio-Veggie, Vegan oder Snack, gibt) verkauft. Dadurch, dass das Impactunternehmen direkt mit 800 Produzenten und Großhändlern zusammenarbeitet, gelingt es SIRPLUS, wertvolle und perfekt genießbare Ware zu retten. Dabei achtet das Unternehmen streng darauf, dass keine Lebensmittel gekauft werden, die lokale Tafeln verwenden würden.
Das Geschäftsmodell funktioniert so: SIRPLUS kauft die Lebensmittel zu einem Bruchteil des Ursprungspreises von Produzenten und Großhändlern ab (die ansonsten für deren Entsorgung bezahlen müssten) und verkauft sie mit einem Abschlag auf den Originalpreis und einer guten Marge weiter. Es entsteht eine Win-Win-Win Situation: SIRPLUS macht kein Verlustgeschäft, die EndkonsumentInnen sparen beim Einkauf bares Geld für perfekt genießbare Lebensmittel und die Lebensmittelverschwendung von Produzenten und Großhändlern wird verringert.

Ein Beispiel: In der Marzipanproduktion entsteht nach dem Rösten der Mandeln und beim Zerkleinern derselben jede Menge feines Mandelmehl. Dieses kann jedoch nicht weiterverwendet werden und wurde bisher als Tierfutter veräußert. SIRPLUS stellt aus diesem Mandelmehl und unter seiner Eigenmarke Mandelmuß her. Dieses wird zu einem Preis von 2,- € pro 100 Gramm verkauft. Mandelmuß der Konkurrenz kostet im Durchschnitt 2,79€ pro 100 Gramm.
Die Vision von SIRPLUS ist es, dass jeder Mensch genug zu essen auf dem Tisch hat, weshalb die indirekte Wirkung durch mehr Bewusstsein für Lebensmittelverschwendung sehr wichtig für das Impact-getriebene Team ist. Seit Beginn konnten so schon 15 Millionen Menschen mit dieser Botschaft erreicht und über 2 Millionen Kilogramm an Lebensmitteln gerettet werden.


*DISCLAIMER
Bei dieser Marketingmitteilung handelt es sich nicht um eine Empfehlung zum Kauf bzw. zur Zeichnung von Kommanditanteilen an der European Social Innovation and Impact Fund GmbH & Co. KG („ESIIF GmbH & Co. KG“), die ein geschlossener Spezial-AIF nach § 2 Abs. 4 des Kapitalanlagengesetzbuches („KAGB“) ist. Sie ist auch weder ein Verkaufsprospekt noch eine Aufforderung zum Kauf. Potentielle Anleger sollten den Gesellschaftsvertrag und das Muster der Beitrittsvereinbarung sowie ergänzend das Private Placement Memorandum („PPM“) lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um die Beteiligungsmöglichkeit und die damit verbundenen potenziellen Chancen und Risiken vollständig zu verstehen. Alle Angaben in dieser Marketingmitteilung stammen mit Ausnahme der separat gekennzeichneten Quellenangaben von der ESIIF GmbH & Co. KG und beruhen auf eigener Ausarbeitung. Die unverbindlichen Angaben zur Beteiligung ESIIF GmbH & Co. KG sind verkürzt dargestellt und stellen kein öffentliches Angebot dar. Die Investmentmöglichkeit richtet sich ausschließlich an professionelle und semi-professionelle Anleger gemäß § 1 (19) Nr. 32 und 33 KAGB mit Sitz in Deutschland. Potentielle Anleger sollten vor einer Beteiligung in jedem Fall eine eigene steuerliche und rechtliche Beratung durch fachkundige Dritte einholen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich bei der vorliegenden Marketingmitteilung um die werbliche Kurzinformation zu einer Anlagemöglichkeit in eine unternehmerische Beteiligung handelt. Einzelheiten zu dieser Investitionsmöglichkeit entnehmen Sie bitte dem Gesellschaftsvertrag, dem Muster der Beitrittsvereinbarung und dem PPM, die unter anderem bei der avesco Management GmbH, Mohrenstraße 34 in 10117 Berlin und bei der Finanzierungsagentur für Social Entrepreneurship GmbH („FASE“), Prinzregentenplatz 10 in 81675 München erhältlich sind. Stand: August 2021


Quellen
https://bundesinitiative-impact-investing.de/impact-investing/
https://bundesinitiative-impact-investing.de/wp-content/uploads/2020/06/Impact-Investing-in-Deutschland-2020_Zusammenfassung.pdf
https://epub.jku.at/obvulihs/download/pdf/5258284?originalFilename=true

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https://sirplus.de/

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